
Botox® bei chronischen Muskelverspannungen in München
Chronische Muskelverspannungen und Myogelosen können Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und wiederkehrende Beschwerden verursachen. Besonders häufig betroffen sind die Nacken- und Schultermuskulatur sowie die Bereiche entlang der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule.
Wenn Physiotherapie, Manuelle Medizin, Übungen oder andere konservative Maßnahmen keine ausreichende Besserung erzielen, kann bei ausgewählten Patientinnen und Patienten eine Behandlung mit Botulinumtoxin infrage kommen.
Im Orthopädicum München wird Botox® ausschließlich aus medizinischen Gründen eingesetzt. Im Mittelpunkt steht nicht die Injektion allein, sondern die genaue orthopädische Abklärung der Beschwerden durch Prof. Dr. med. H. Pilge.
Was sind Myogelosen?
Myogelosen sind schmerzhafte, häufig tastbare Verhärtungen innerhalb eines Muskels. Betroffene beschreiben sie oft als harte, druckempfindliche Bereiche, die dauerhaft angespannt wirken und bei Bewegung oder Belastung stärker schmerzen können.
Die Beschwerden können örtlich begrenzt bleiben oder in benachbarte Regionen ausstrahlen. Mögliche Begleiterscheinungen sind:
- Bewegungseinschränkungen,
- Spannungsschmerzen,
- ein anhaltendes Druckgefühl,
- schmerzbedingte Schonhaltungen,
- eine schnelle Ermüdung der Muskulatur,
- wiederkehrende Beschwerden bei bestimmten Bewegungen.
Myogelosen können unter anderem durch Fehlbelastungen, langes Sitzen, einseitige Bewegungsabläufe, muskuläre Ungleichgewichte oder Erkrankungen der Wirbelsäule entstehen.
Wichtiger Hinweis
Nicht jede tastbare Muskelverhärtung ist automatisch die Ursache der Schmerzen. Deshalb ist eine genaue orthopädische Untersuchung wichtig.

Für wen kann eine Behandlung mit Botox® infrage kommen?
Eine Behandlung kann erwogen werden, wenn:
- die Beschwerden bereits seit längerer Zeit bestehen,
- bestimmte Muskelbereiche wiederholt schmerzhaft verhärtet sind,
- die Beweglichkeit durch die Muskelanspannung eingeschränkt wird,
- konservative Behandlungen nicht ausreichend geholfen haben,
- die betroffenen Muskeln bei der Untersuchung klar bestimmt werden können,
- andere behandlungsbedürftige Ursachen ausgeschlossen wurden.
Die Entscheidung erfolgt immer individuell. Entscheidend sind nicht allein die Schmerzregion, sondern der konkrete Untersuchungsbefund, die zugrunde liegende Ursache und die bisherige Behandlung.
Wann ist Botox® eher nicht geeignet?
Botox® ist keine allgemeine Behandlung für jede Form von Nacken-, Schulter- oder Rückenschmerzen.
Eine andere Therapie kann geeigneter sein, wenn:
- die Beschwerden erst seit kurzer Zeit bestehen,
- keine klar abgrenzbare Muskelüberaktivität vorliegt,
- eine Bandscheiben- oder Gelenkerkrankung im Vordergrund steht,
- Nerven gereizt oder geschädigt sind,
- eine entzündliche oder andere behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt,
- bisher noch keine geeigneten konservativen Maßnahmen durchgeführt wurden.
In diesen Fällen wird zunächst die zugrunde liegende Ursache behandelt.

Welche Körperregionen können untersucht und behandelt werden?
Warum ist die orthopädische Untersuchung entscheidend?
Eine verspannte Muskulatur kann sowohl Ursache als auch Folge eines orthopädischen Problems sein.
Wird ausschließlich der schmerzhafte Muskel behandelt, ohne den Auslöser zu berücksichtigen, können die Beschwerden bestehen bleiben oder erneut auftreten.
Die Untersuchung dient deshalb dazu:
- den genauen Verlauf der Schmerzen zu erfassen,
- Beweglichkeit und Körperhaltung zu beurteilen,
- schmerzhafte Muskeln und Triggerpunkte zu untersuchen,
- Wirbelsäule und Gelenke einzubeziehen,
- mögliche neurologische Auffälligkeiten zu erkennen,
- vorhandene Röntgen-, MRT- oder andere Befunde auszuwerten,
- geeignete Behandlungsalternativen zu besprechen.
Prof. Dr. med. H. Pilge beurteilt nicht nur die verspannte Muskulatur, sondern den gesamten Bewegungsapparat und mögliche Zusammenhänge zwischen Wirbelsäule, Gelenken und Muskulatur.

Wie wirkt Botox® auf die Muskulatur?
Botox® enthält Botulinumtoxin Typ A. Der Wirkstoff vermindert vorübergehend die Übertragung bestimmter Nervensignale auf den behandelten Muskel. Dadurch kann eine übermäßige Muskelaktivität reduziert werden.
Ziel ist nicht, einen Muskel vollständig auszuschalten. Dosierung und Injektionspunkte werden individuell festgelegt, um den betroffenen Muskelbereich möglichst gezielt zu beeinflussen.
Die Wirkung ist zeitlich begrenzt. Die für Botox® angegebenen Einheiten sind außerdem nicht ohne Weiteres auf andere Botulinumtoxinpräparate übertragbar.
Wie läuft die Behandlung ab?
01
Beratung und Anamnese
Zunächst werden die Beschwerden, ihre Dauer, mögliche Auslöser und bisherige Behandlungen besprochen. Wichtig sind außerdem bestehende Erkrankungen, Allergien und regelmäßig eingenommene Medikamente.
03
Individuelle Behandlungsplanung
Kommt Botox® infrage, werden Muskeln, Injektionspunkte und Dosierung individuell festgelegt. Vorab erfolgt die Aufklärung über:
- möglichen Nutzen
- Risiken & Nebenwirkungen
- geeignete Alternativen
- Zulassungsstatus der Anwendung
- voraussichtliche Kosten
02
Orthopädische Untersuchung
Prof. Dr. med. H. Pilge untersucht die betroffene Körperregion und prüft, welche Muskeln an den Beschwerden beteiligt sind. Vorhandene Befunde und Aufnahmen werden bei Bedarf einbezogen.
04
Injektion und Nachkontrolle
Botox® wird mit einer feinen Kanüle in die zuvor bestimmten Muskelbereiche injiziert. Die Anzahl der Injektionspunkte richtet sich nach dem Befund.
Bei einer späteren Kontrolle werden Wirkung und Verträglichkeit beurteilt. Je nach Ursache können ergänzend Physiotherapie, gezielte Übungen, Manuelle Medizin oder weitere schmerztherapeutische Maßnahmen sinnvoll sein.
Wann setzt die Wirkung ein und wie lange hält sie an?
Die Wirkung beginnt nicht unmittelbar nach der Injektion.
Bei zugelassenen muskulären Anwendungsgebieten kann eine erste Veränderung innerhalb weniger Tage auftreten. Die stärkste Wirkung entwickelt sich je nach behandelter Erkrankung häufig innerhalb von ein bis zwei Wochen. Eine typische Wirkungsdauer liegt bei ungefähr zwölf Wochen, kann aber deutlich variieren.
Diese Angaben lassen sich nicht uneingeschränkt auf die Behandlung von Myogelosen übertragen. Wirkungseintritt, Stärke und Dauer hängen unter anderem von der behandelten Muskelgruppe, der Dosierung, dem Präparat und der individuellen Reaktion ab.
Eine erneute Behandlung erfolgt nicht automatisch. Vor jeder Wiederholung werden Nutzen, Verträglichkeit und aktuelle Beschwerden neu bewertet.

Wann darf Botox® nicht angewendet werden?
Ob eine Behandlung möglich ist, hängt vom Gesundheitszustand, dem verwendeten Präparat und der geplanten Anwendung ab.
Eine Behandlung kann beispielsweise ungeeignet sein bei:
- bestimmten Muskel- oder Nervenerkrankungen,
- Infektionen oder Entzündungen im Injektionsbereich,
- bekannten Allergien gegen Bestandteile des Präparats,
- bestimmten Medikamenteneinnahmen,
- relevanten Störungen der Blutgerinnung,
- Schwangerschaft oder Stillzeit.
Wichtiger Hinweis
Bitte informieren Sie Prof. Dr. med. H. Pilge vollständig über bestehende Erkrankungen, Medikamente, Allergien und vorausgegangene Behandlungen mit Botulinumtoxin.
Ist die Behandlung von Myogelosen mit Botox® zugelassen?
Der Zulassungsstatus hängt vom verwendeten Präparat und vom konkreten Anwendungsgebiet ab.
Die Behandlung gewöhnlicher Myogelosen oder unspezifischer Rücken- und Nackenschmerzen gehört nicht automatisch zu den zugelassenen Anwendungsgebieten. Erfolgt die Anwendung außerhalb der zugelassenen Indikation, handelt es sich um einen sogenannten Off-Label-Use.
Ein Off-Label-Use ist ärztlich grundsätzlich möglich. Er erfordert jedoch eine besonders sorgfältige Prüfung, eine umfassende Aufklärung, die Zustimmung der Patientin oder des Patienten und eine nachvollziehbare Dokumentation.
Vor der Behandlung wird deshalb transparent erläutert:
- ob die geplante Anwendung innerhalb oder außerhalb der Zulassung erfolgt,
- welche Erfolgsaussichten realistisch erscheinen,
- welche Risiken und Unsicherheiten bestehen,
- welche Behandlungsalternativen zur Verfügung stehen.

Welche Alternativen gibt es?
Botox® ist nur eine von mehreren möglichen Behandlungsmethoden. Abhängig von Ursache und Befund können andere Maßnahmen geeigneter sein oder die Behandlung ergänzen.
Dazu zählen beispielsweise:
- Physiotherapie,
- aktive Bewegungs- und Kräftigungsübungen,
- Manuelle Medizin oder Chirotherapie,
- Akupunktur,
- Wärmebehandlungen,
- Anpassungen am Arbeitsplatz,
- medikamentöse Schmerztherapie,
- gezielte Injektionsverfahren,
- Behandlung einer zugrunde liegenden Wirbelsäulen- oder Gelenkerkrankung.
Welche Therapie sinnvoll ist, wird nach der Untersuchung individuell entschieden.
Weitere medizinische Anwendungsgebiete von Botox®
Botox® wird auch bei bestimmten Formen der chronischen Migräne eingesetzt. Für die zugelassene Migränebehandlung gelten klar definierte diagnostische Voraussetzungen und ein festgelegtes Behandlungsschema.
Auch bei ausgeprägtem Bruxismus beziehungsweise starkem Zähnepressen kann eine Behandlung mit Botulinumtoxin durchgeführt werden. Dabei sind eine eigenständige Diagnostik sowie eine sorgfältige Prüfung des Zulassungsstatus erforderlich.
Migräne und Bruxismus werden daher nicht mit gewöhnlichen Muskelverspannungen gleichgesetzt, sondern jeweils gesondert beurteilt.
Behandlung bei Prof. Dr. med. H. Pilge
Prof. Dr. med. H. Pilge ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Bei chronischen Muskelbeschwerden berücksichtigt er nicht nur den schmerzhaften Muskel, sondern mögliche Zusammenhänge mit der Wirbelsäule, den Gelenken, der Körperhaltung und dem gesamten Bewegungsapparat.
Zu seinen Qualifikationen gehören:
- Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie,
- Chirotherapie und Manuelle Medizin,
- Spezielle orthopädische Chirurgie,
- Kinderorthopädie,
- Akupunktur mit A-Diplom der DÄGfA,
- zertifizierter Fußchirurg der D.A.F.
Jede Behandlung wird individuell geplant und in ein fachärztlich begründetes Therapiekonzept eingebunden.


Häufige Fragen zu Botox® bei Muskelverspannungen
Termin zur orthopädischen Untersuchung vereinbaren
Ob Botox® bei Ihren Beschwerden eine geeignete Behandlungsmöglichkeit darstellt, kann erst nach einer persönlichen Untersuchung beurteilt werden.
Vereinbaren Sie einen Termin bei Prof. Dr. med. H. Pilge im Orthopädicum München.
Orthopädicum München
Praxisklinik am PEP
Orthopädiezentrum München Süd
Charles-de-Gaulle-Straße 4
81737 München
Telefon: +49 (0)89 6373220

Letzte Aktualisierung:Juli 2026
Medizinischer Hinweis
Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen medizinischen Information. Sie ersetzen keine persönliche ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung.
Bei plötzlich auftretenden starken Schmerzen, Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühlen, Störungen der Blasen- oder Darmfunktion, Fieber oder einem deutlichen allgemeinen Krankheitsgefühl sollte umgehend eine ärztliche Abklärung erfolgen.
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